Taijiquan 

Die Legende über das Taijiquan (im Folgenden kurz Taiji genannt) führt uns zum daoistischen Mönch Zhang Sanfeng, der den Kampf eines Kranichs mit einer Schlange beobachtete. Hierbei fiel ihm die Beweglichkeit und Geschmeidigkeit der Schlange auf, die den Kampf letztlich gewann.

Die historischen Wurzeln jedoch gründen in einem kleinen Ort namens Chenjiagou in der Provinz Henan, China. Hier entwickelte sich das Taiji als innere Kampfkunst, wurde zunächst nur von der Chen-Familie praktiziert und an nachfolgende Generationen weitergegeben. Yang Luchan, der in Chenjiagou lebte, war der erste Schüler, der nicht dem Familienclan angehörte. Durch ihn verbreitete sich das Taiji zunächst in China.

Heute wird Taiji auf der ganzen Welt unterrichtet und geübt

 

 

Qigong

Die Bewegungsformen des Qigong haben eine mehr als 2000-jährige Tradition. Erste Aufzeichnungen werden auf das Jahr 200 v.Chr. datiert. Es beschreibt im eigentlichen Wortsinne die "Arbeit mit der Lebensenergie". Mehr als eintausend unterschiedliche Richtungen sind bekannt, die ebenso wie das Taiji in der ganzen Welt Verbreitung finden.   

 
Trennendes und Vereinendes

Die Übungen des Qigong bestehen aus einzelnen "Bildern" die bestimmten Organen, Organsystemen oder den Elementen zugeordnet sind und somit wieder eine größere Ordnung darstellen. Im Taiji werden die Bewegungsabläufe zusammenhängend, gleich einer Choreographie, ausgeführt.

Kennzeichnend für beide Systeme sind langsame und runde Bewegungen. Die besondere Achtsamkeit gilt einer möglichst ökonomischen Körperstruktur, die zu einer tieferen Atmung, Kräftigung der Muskulatur, Ruhe und Gelassenheit führen soll. Beides, Taiji und Qigong, kann unser vegetatives Nervensystem positiv beeinflussen, welches wiederum z.B. unsere Verdauung, das Herz-Kreislauf-System, den Schlaf oder die Hormone reguliert.